Achter Impuls

Hunger überwinden

“Hunger und Liebe sind die Triebkräfte aller menschlichen Handlungen”          

(Anatole France)

Hunger haben kann heißen, etwas sehr zu wollen, einen Hunger, das heißt einen Mangel im Leben zu empfinden und wahrzunehmen. Im Japanischen gibt es ein Wort: Kuchisabishii. Das bedeutet, man isst, weil der Mund sich einsam fühlt, nicht weil der Magen knurrt. So ist auch unser Hunger oft von Einsamkeiten geprägt. Von Sehnsüchten. Von dem, was fehlt.

Und wir kennen das alle: man hat Hunger, der Magen knurrt schon leicht und man kann sich kaum entscheiden, was man essen möchte, da man auf vieles Lust hat.

Mit dem Hunger im Kopf, den Sehnsüchten, ist das ähnlich. Denn unser Herz knurrt nicht, wenn es Hunger hat und auch unsere Seele gibt keinen Laut. Bemerkbar machen sie sich natürlich schon, aber oftmals unterbewusst. Und gerade dann, kann es sein, dass wir fast verzweifelt durch den Einkaufsladen unseres Lebens laufen, um endlich das zu finden, was unseren inneren Hunger stillt. Und auch hier kommt es vor, dass wir uns ärgern, weil wir mehr einkaufen, als wir wollten und der Einkaufskorb viel zu schwer wird, als dass wir ihn noch tragen können.


© St. Josef Kamp-Lintfort 

Text: Klaus Bruns

Video, Schnitt & Gestaltung: Luca Rusch

Verfügbar ab:   
Donnerstag, der 1. April (Gründonnerstag)

Weitere Impulse